Nachlese | GfM-Jahrestagung 2017: Dispositive des Gastmahls

 GfM-Panel

Vom 04. bis 07. Oktober 2017 fand an der FAU die alljährliche, diesmal vom Institut für Theater- und Medienwissenschaft ausgerichtete Dachtagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) statt, an der sich das IMZ in Form eines gemeinsam konzipierten Panels zum Thema Gastmahl beteiligte.

Dem Tagungsmotto "Zugänge" widmeten sich die vier Vorträge unter den Titeln Nürnberger Friedensmahl 1649 als mediales Ereignis (Prof. Dr. Dirk Niefanger), Wenn Proleten protzen: Das Gastmahl des Trimalchio (Prof. Dr. Boris Dreyer), Der Preis des Zugangs. Inszenierung von Festessen in Duckies "The Class Club" (2006/2007) (Prof. Dr. Bettina Brandl-Risi) und Verschlingen: Kannibalismus und Bibliophagie in Peter Greenaways „The Cook, the Thief, His Wife and Her Lover” (1989) (Prof. Dr. Kay Kirchmann) dabei auf mehreren Ebenen: Zum einen erörterten sie mit der Frage nach restriktiven oder regulierenden Partizipationsbedingungen, nach Macht und politischen Dimensionen die Möglichkeit praktischer Teilhabe am Gastmahl als gemeinschaftsbildendes Fest. Zum anderen gaben die Fallstudien Einblick in einen dezidiert medienwissenschaftlich ausgerichteten Zugang zum bislang nur wenig erforschten Gegenstand des Gastmahls und rückten dabei dessen flüchtige Medialität als Ereignis, die bedeutungsgenerierenden und wahrnehmungsstrukturierenden Mittel seiner (Aus-)Gestaltung sowie die übergeordnete Frage nach Überlieferung und Repräsentation von Gastmählern in textuellen wie piktoralen Medien in den Fokus. 

Die intensive Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Gastmahls ist Teil des größer angelegten IMZ-Forschungsprojektes zum Fest, in dessen Rahmen Anfang diesen Jahres bereits der Sammelband Medien im Fest – Feste im Medium (Hrsg.: Dr. Sandra Rühr/PD Dr. Eva Wattolik) veröffentlicht wurde (siehe weiter unten). Auch die auf der GfM vorgestellten Arbeiten des IMZ-Forschungsprojekts zum Gastmahl basieren auf dieser Zusammenarbeit und erscheinen demnächst, gemeinsam mit zwei weiteren Fallstudien, in einem Sammelband (Das Gastmahl. Medien. Dispositive. Strukturen; Hrsg.: Prof. Dr. Bettina Brandl-Risi/Prof. Dr. Dirk Niefanger).

 

Promotionsprogramm: Lehrveranstaltungen WS 2017/18

Aktualisiert: Die in diesem Semester für die AbsolventInnen des IMZ-Promotionsprogramms geöffneten Lehrveranstaltungen der beteiligten Fächer finden sich hier online und als PDF.

 

Tagungsankündigung und Call for Papers | "Bild und Negativität"

Veranstalter: Institut für Theater- und Medienwissenschaft und Interdisziplinäres Medienwissenschaftliches Zentrum, FAU Erlangen-Nürnberg
Datum
: 4.-6. April 2018
Bewerbungsdeadline: 31. Oktober 2017
Kontakt
: PD Prof. Dr. Lars Nowak

Call for Papers als PDF


Bilder sind stärker als andere Darstellungsformen einer ganzen Reihe theoretischer und praktischer Negationen unterworfen, die von moralischen Tabus und politischer Zensur über religiöse Bilderverbote und -stürmereien bis zu philosophischen Verurteilungen reichen. Während zu diesen Zusammenhängen bereits eine große Anzahl von Forschungsbeiträgen vorliegt, ist jedoch weniger gut untersucht, ob Bilder auch selbst negieren können.

Viele Autoren, darunter Sigmund Freud, Nelson Goodman und Niklas Luhmann, geben auf diese Frage eine ihrerseits verneinende Antwort, was oft damit begründet wird, dass Bilder im Unterschied zu sprachlichen Sätze keinen propositionalen Gehalt besäßen, auf den sich Negationen anwenden ließen. Dem stehen jedoch Positionen gegenüber, die dem Bild durchaus die Fähigkeit zur Negation zusprechen. Diese Auffassung lässt sich vor allem dann vertreten, wenn man entweder einen breiten Begriff des Bildes, der auch dessen Interaktion mit und Integration von anderen Darstellungsmodi einbezieht, oder einen breiten Begriff der Negation vertritt, der diese nicht auf eine logische (und damit verbale) Operation verkürzt, sondern auch andere negative Phänomene, wie die Exklusion, die Inversion oder die Opposition, berücksichtigt.

Aus phänomenologischer Sicht stellt sich die Verneinung sogar nicht bloß als eine mögliche Option, sondern als ein notwendiges Konstituens des Bildes dar. Denn erstens sind Bilder spatial und im Fall zeitbasierter Bildmedien auch temporal begrenzt, was vor allem bei indexikalischen Bildern eine Ausgrenzung alles dessen impliziert, was nicht abgebildet wird. Zweitens ist jedes Bildobjekt sensorisch auf die Sichtbarkeit reduziert, was im Fall realer Gegenstände bedeutet, dass Bilder – zumindest direkt – weder nicht-visuelle Eigenschaften von Gegenständen noch überhaupt nicht-visuelle Entitäten darstellen können. Drittens tritt neben diese partielle insofern eine totale Abwesenheit, als alle gegenständlichen Bilder Objekte repräsentieren, die selbst absent sind. Und da Bilder aufgrund einer nicht selten anzutreffenden Ähnlichkeit mit ihren Objekten mit diesen verwechselt werden können, ist das Bewusstsein der Nicht-Identität von Objekt und Zeichen für ein angemessenes Verständnis des Letzteren bei Bildern wichtiger als bei nicht-ikonischen Zeichen wie jenen der Sprache.

Diese notwendigen werden wiederum um mögliche Negationen ergänzt. So können Bilder auch von bestimmten optischen Eigenschaften eines abgebildeten Objektes oder von einem Teil ihrer eigenen Eigenschaften absehen. Sie können fiktional, phantastisch oder abstrakt sein und damit die Wirklichkeit ihres Signifikats, dessen Möglichkeit oder sogar das Signifikat selbst negieren. Wie die Gestalttheorie, die Rezeptionsästhetik und die kognitive Erzähltheorie gezeigt haben, gesellen sich zur Abgrenzung des Bildes von einem Außerhalb Leerstellen innerhalb des Bildfeldes selbst. Diese entstehen vor allem dann, wenn im Betrachter bestimmte Erwartungen geweckt und zugleich enttäuscht werden, was mit einzelnen Bildern ebenso wie mit Serien mehrerer Bilder zu erreichen ist. Zu einem Mittel der Negation können Relationen zwischen mehreren Bildern auch dann werden, wenn diese nicht demselben Werk, sondern unterschiedlichen Werken angehören. Als Verneinungen lassen sich nämlich all jene interpiktoralen Bezugnahmen deuten, bei denen das Nachbild das Vorbild in einem starken Maße transformiert, wie es insbesondere bei der Parodie, der Travestie und der Persiflage der Fall ist. Dabei können auch unterschiedliche Kulturen, Typen und Medien von Bildern miteinander konfrontiert werden. Schließlich weisen auch bestimmte Bildtypen und -medien selbst besondere Affinitäten zur Negation auf. Das sind im ersteren Fall Pikto- und Diagramme, die auf in- oder externe Weise nummerische, verbale oder andere konventionelle Symbole einbeziehen, und im letzteren Fall technische Bildmedien, nämlich die analoge Photographie mit dem Positiv-Negativ-Verfahren, der Film mit der Abhängigkeit des Bewegungseindrucks von der Trennung der Einzelkader durch Dunkelheit sowie das digitale Bild mit der Null in Abgrenzung von der Eins.

Der Erörterung der Frage, ob und, falls ja, wie Bilder negieren können oder sogar müssen, dient die Konferenz Bild und Negativität. Hierfür werden Beiträge aus der Medienwissenschaft, der Kunstgeschichte, der Wissenschaftsgeschichte und der Philosophie gesucht, die sich des Themas aus einer theoretischen, analytischen oder historiographischen Perspektive annehmen. Dabei können unter Rückgriff auf unterschiedlichste – etwa logische, epistemologische, semiotische, dialektische oder narratologische – Methoden alle erdenklichen Gattungen von Bildern betrachtet werden, zu denen beispielsweise Comics, Filme und Photographien ebenso wie Gemälde, technische Zeichnungen und Funktionsgraphen gehören. Die Übernachtungskosten trägt der Veranstalter. Die Ergebnisse werden in einem Tagungsband dokumentiert werden. Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden um die Zusendung von Abstracts von 2.000-2.500 Zeichen für einen 30-minütigen Vortrag an PD Prof. Dr. Lars Nowak (lars_nowak@gmx.net) bis zum 31. Oktober 2017 gebeten.


PD Prof. Dr. Lars Nowak
Juniorprofessur für Medienwissenschaft
Institut für Theater- und Medienwissenschaft
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Bismarckstraße 1
91054 Erlangen
Tel.: 09131 8522911
Email: lars.nowak@fau.de

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Vortragsankündigung/Guest Lecture | Prof. Dr. Brad Prager: "The Afterlives of Atrocity Images: Russian Footage of the Auschwitz Liberation", 17. Juli 2017

Prager

Das IMZ und das Institut für Anglistik laden herzlich ein zu Prof. Dr. Brad Pragers Vortrag "The Afterlives of Atrocity Images: Russian Footage of the Auschwitz Liberation". Der Vortrag findet am Montag, den 17.07.2017, von 08.30 bis 10.00 Uhr in 00.5 PSG (Kochstraße 6a, Erlangen) statt. 

Brad Prager ist Professor für Germanistik und Filmwissenschaft an der Universität Missouri. In seiner jüngsten Publikation "After the Fact: The Holocaust in Twenty-First Century Documentary Film" (New York: Bloomsbury 2015) setzt sich Prager mit dokumentarischen Repräsentationen des Holocaust im einschlägigen Filmkanon, z.B. in "Night and Fog" oder "Shoah", auseinander. Sein laufendes Forschungsprojekt zum selben Thema konzentriert sich auf den deutschen Dokumentarfilm.

Prof. Prager ist Mitherausgeber der Reihe "Visualizing the Holocaust: Documents, Aesthetics, Memory (Camden House: 2008), die einen bildwissenschaftlichen Blick auf den Holocaust richtet. Gegenwärtig arbeitet er gemeinsam mit Erin McGlothlin und Markus Zisselsberger an einem Sammelband über das mehrstündige Outtake-Material, das im Zuge der Dreharbeiten zu Claude Lanzmann's Film "Shoah" entstand. Er war DAAD-Gastprofessor an der Universität Paderborn und Gastdozent im Studiengang "Literatur und Medien" der Universität Bamberg. Er sitzt im Redaktionsbeirat von "New German Critique" und ist Mitherausgeber der Buchreihe "Dialogue and Disjunction: Studies in Jewish German Writing and Thought".

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The Interdisciplinary Centre of Media Studies and the Institute for English and American Studies cordially invites for all of those interested to the guest lecture of Prof. Dr. Brad Prager: "The Afterlives of Atrocity Images: Russion Footage of the Auschwitz Liberation". The presention will take place on Monday, 17 July, from 08.30 a.m. to 10.00 a.m. in 00.5 PSG (Kochstraße 6a, Erlangen).

Brad Prager is Professor of German and Film Studies at the University of Missouri. He is the author, most recently, of After the Fact: The Holocaust in Twenty-First Century Documentary Film (New York: Bloomsbury, 2015), which deals with documentary representations of the Holocaust in the wake of canonical films such as Night and Fog and Shoah. His latest research deals with the representation of Holocaust atrocities in German nonfiction film.

Prof. Prager is the co-editor of a volume on Visual Studies and the Holocaust entitled Visualizing the Holocaust: Documents, Aesthetics, Memory (Camden House, 2008), and he is currently working, together with Erin McGlothlin and Markus Zisselsberger, on an edited collection dealing with the many hours of outtakes from Claude Lanzmann’s Shoah. He has been a DAAD Guest Professor at the University of Paderborn and a Gastdozent in the Program in Literature and Media at the Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. He serves on the editorial board of New German Critique and is the co-editor of the book series Dialogue and Disjunction: Studies in Jewish German Writing and Thought.


Habilitation | Prof. Dr. Axel Kuhn (Buchwissenschaft)

Das IMZ gratuliert seinem Mitglied Axel Kuhn zur erfolgreichen Habilitation zum Thema Medienunterhaltung und Erteilung der Lehrerlaubnis im Fach Buchwissenschaft.

 

Nachlese | Prof. Dr. Kristoffer Neville: "Topografische Ansichtswerke und die Anfänge einer Architekturgeschichte", 14. Juni 2017

Das IMZ und das Institut für Kunstgeschichte hatten herzlich eingeladen zu Prof. Dr. Kristoffer Nevilles Vortrag "Topografische Ansichtswerke und die Anfänge einer Architekturgeschichte. Erik Dahlbergs Suecia antiqua et hodierna (1715) und Johann Bernhard Fischer von Erlachs Entwurff einer historischen Architectur (1721)".

Prof. Dr. Kristoffer Neville lehrt und forscht am Departement of the History of Art an der University of California, Riverside (USA) und ist derzeit am kunstgeschichtlichen Institut der FAU Erlangen-Nürnberg zu Gast.

Neville stellte bild- und beispielreich Aspekte der Konzeption von Architekturgeschichte in Büchern und in der Druckgraphik von um 1700 vor. Anhand zweier namhafter Beispiele aus dieser Zeit, Suecia antiqua et hodierna und Entwurff eine historischen Architectur, entfaltete er Zusammenhänge zwischen Material, Nutzung und Referenzrahmen im historischen Kontext. In der Analyse standen dabei u.a. Fragen nach dem Verhältnis von Metainformation und Bild, nach Selbstbeschreibungen und -zuschreibungen und der Bedeutung von Vor-, Ab- und Nachbildung im Zentrum. Fluchtlinie und Fazit des Vortrags bildete die traditionell starke Verbindung zwischen Architektur und Topographie sowie deren Potenziale für das Bilden historischer Narrative.

          Kristoffer Neville                

 

Neuerscheinung | IMZ-Publikation "Medien im Fest - Feste im Medium"

Titel Medien im Fest

Feste sind heute sowohl außeralltäglich als auch fester Bestandteil unseres Alltags. Form und Verweisungszusammenhang haben sich aus kulturhistorischer Perspektive so verändert, dass sich eine Pluralität an Festvarianten herausgebildet hat. Wenn sich aber die einst deutlicher auszumachenden Grenzen zwischen Fest und Alltag zunehmend auflösen, was waren und sind dann zentrale Elemente eines Fests?

Der in gemeinsamer IMZ-Forschungsarbeit konzipierte und von Sandra Rühr/Eva Wattolik herausgegebene Sammelband reflektiert aus einer medienwissenschaftlichen Perspektive die Varianten des Festlichen – zum Beispiel Fest, Feier und Event – und leistet dabei einen Beitrag zur Mediengeschichte des Fests. Die ausgewählten Beispiele verdeutlichen zum einen die Rolle von Medien in den jeweiligen Wahrnehmungsanordnungen unmittelbar während des Festgeschehens. Zum anderen reflektieren sie die mediale Prägung der späteren Rezeption der Feste.
Die Beiträge kommen dabei aus den Bereichen Alte Geschichte, Christliche Publizistik, Germanistik, Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft und Medienwissenschaft. Ziel ist es, interdisziplinär und multiperspektivisch Anschlussmöglichkeiten für weitere Forschungen zu eröffnen.

siehe Verlagsprogramm

 

Ausgezeichnet | Lilli-Bechmann-Rahn-Preis 2017 für Anna-Maria Seemann

Das IMZ gratuliert Frau Anna-Maria Seemann, Mitglied unseres Promotionsprogramms, zum Lilli Bechmann-Rahn-Preis der Philosphischen Fakultät und Fachbereich Theologie für ihre herausragende Dissertation zum Thema: Zur Situation der Parallelverlage während der Zeit der deutschen Teilung – dargestellt am Beispiel der naturwissenschaftlich-medizinischen Wissenschaftsverlage (Buchwissenschaft; Betreuung: Frau Prof. Dr. Ursula Rautenberg).

 

Nachlese | Workshopbericht "Methoden der Fotoanalyse",  1./2. Juli 2016

 

Das breite und interdisziplinäre Feld der Fotografieforschung leidet bislang darunter, dass keine konsistenten methodischen und/oder analytischen Ansätze vorliegen, auf die sich konkrete Forschungsdesigns stützen ließen. Die Arbeit am spezifischen fotografischen Material konkretisiert sich in der Praxis, so lautete der Ausgangsbefund, meist automatisch in Bottom-up-Modellen. So schafft die Anfälligkeit der Fotografie für disperse Einzelstudien ein bemerkenswert breites Spektrum an Methoden, das es unter Berücksichtigung seiner produktiven Vielfalt in der Zukunft zu schärfen gilt. Der von der Arbeitsgruppe Fotografieforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) und dem Interdisziplinären Medienwissenschaftlichen Zentrum (IMZ) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gemeinsam organisierte Workshop „Methoden der Fotoanalyse“, der am 1. und 2. Juli in Erlangen stattfand, rückte diese Problematik dezidiert in den Fokus und markierte sie als gleichsam problematischen wie fruchtbaren Basispunkt der gemeinsamen Diskussionen und Überlegungen. Im Rahmen von Leitfragen wie „welche fotografiespezifischen Eigenheiten müssen berücksichtigt werden, um dem Gegenstand gerecht zu werden; welche Rolle können und müssen Medium und Material dabei einnehmen?“ galt es, mögliche interdisziplinäre Überschneidungen der Einzelstudien zu identifizieren und daraus idealerweise eine Art methodisches Kondensat oder analytischen Minimalkonsens als kollektiven, fachübergreifenden Mehrwert abzuleiten.

 

Zum vollständigen Workshopbericht

PDF

 

Nachlese | Gastvortrag am 01. Juni 2016 - Prof. Carolina Fernández Castrillo zu Transmedia Culture and Global Networking

 

In the second decade of the XXIthcentury, the advent of digital media presents an essential challenge to our understanding of visual representation, of narrative and indeed the whole culture of the moving image. In fact, the impact of electronic technologies on visual art has affected the ways of production, distribution and communication all over the world. The user plays a decisive role in creating and viralizing transmedia content across social platforms and networks. The consolidation of a participatory culture has originated a new media landscape characterized by collaborative procedures based on the search for new creative sources and economic support. We will adopt a Media Archaeological approach, offering a framework for understanding the influence of “new” media in contemporary culture and society. 


PROF. CAROLINA FERNÁNDEZ CASTRILLO, Ph.D.

Associate Professor of Transmedia Studies and Digital Culture at Madrid Open University (UDIMA). Guest Professor in the Master of Visual Media at IE School of Communication (Spain); and the Doctoral Program in Media Studies at Bayreuth Universität (Germany).

Ph.D. at Complutense University of Madrid (European Doctorate Mention, Extraordinay Doctoral Award and Best Ph.D. Royal Complutense College at Harvard University) and Ph.D. with distinction at Sapienza University of Rome (Italy).

She has been lecturer at both universities and visiting scholar at Yale University (USA). She is currently visiting researcher in the Institute of Theater and Media Studies at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Germany).

She is the author of several publications and invited lectures in international seminars and conferences on Transmedia Storytelling, Visual Studies and Media Archaeology. Prof. Fernández Castrillo also collaborates as curator of cultural events specialized in Media Arts. Since 2009 she is associate researcher and project manager at ZKM Center for Art and Media Karlsruhe (Germany).

 www.carolinafcastrillo.com       


Publikationen

Im Rahmen des IMZ wird aktuell an zwei Publikationen gearbeitet:

Im März 2017 erscheint ein Sammelband zum Thema "Medien im Fest - Feste im Medium" (Hrsg.: Dr. Sandra Rühr/PD Dr. Eva Wattolik).

Ebenfalls in diesem Jahr ist das Erscheinen eines weiteren Sammelbandes geplant: "Das Gastmahl. Medien, Dispositive, Strukturen" (Hrsg.: Prof. Dr. Bettina Brandl-Risi/Prof. Dr. Niefanger).

 

Mittelbaunetzwerk

Unter dem Arbeitstitel "Inszenierungsstrategien medialer Objekte" ist ab dem Sommersemester 2016 ein Mittelbaunetzwerk in Planung (Verantwortliche IMZ-Mitgleider: Dr. Sven Grampp, Dr. Axel Kuhn, Dr. Sandra Rühr). Nähere Informationen folgen in Kürze!

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